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XZ550.de - die Legende bebt :: XZ-Treffen 2001 - 2015 :: 2003

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TeeJays bericht über das Treffen 2003



Wie in jeden Jahr konnten wir auch diesmal das Treffen kaum erwarten. Und wie üblich konnte ich wieder keinen Urlaub für diesen Zeitraum bekommen...
Nachdem wir am Donnerstag bereits alles vorbereitet und verpackt hatten, ging es Freitag kurz nach Mittag los. Ich hatte mich entschlossen, die 400 km ohne Autobahn zu Fahren, nur die letzten paar km bin ich dann auf die A7, um an die Wegbeschreibung von XZTreiber anknüpfen zu können.

Die Anfahrt lief super, bis zur Fähre in Wischhafen lief es richtig flott. Aber die Fähre ist ein Zeitkiller, auch wenn man als Mopedfahrer einfach links vorbei krabbelt und sich dann ganz vorne wieder einfädelt. Auf der anderen Seite zeigte Schleswig-Holstein dann erst mal, was es von mir hält: Steife Brise, zwischendurch Regen, bedrohlich aussehende Sandstürme (auf die vom Regen nassen Klamotten). Ich habe nur noch darauf gewartet, dass ich geteert und gefedert werde. Das darf aber nicht so weitergehen, wir haben XZ -Treffen! Als ich dann die Regenhose angezogen hatte, hörte es dann auch auf. Es gibt eben Dinge, auf die man sich verlassen kann.</font>
Nach gut 6 Stunden konnte ich dann das Bild sehen, auf das ich mich so gefreut hatte: knapp 20 Ixen, nebeneinander aufgestellt. Ich drängle mich mit meiner dazwischen, freundliche Begrüßung von allen Seiten. Im Laufe des Abends sollten es 24 Maschinen werden, die sich hier im hohen Norden einfinden.

Als Veranstaltungsort hatten unsere Holsteiner ein Pfadfinderlager der dortigen Dänischen Minderheit gefunden. Ein riesiges parkähnliches Areal mit Zeltplätzen, Blockhütten und dem Haupthaus, in dem wir alle untergebracht waren. Ähnlich wie in einer Jugendherberge gab es dort Zimmer mit 4-10 Betten, einfach aber anständig ausgestattet. In der großen Küche hatten Karen mit vielen fleißigen Helfern schon das Abendessen vorbereitet, Daniel war erster Mann am Grill. Daniel ist übrigens in solchen Lagen fast immer die „gute Seele“, und das sogar ohne XZ!

Nach einem angenehmen Abend mit angenehmen Leuten ging es dann in die Falle, der Tag morgen wird wieder lang...

Das Frühstück am nächsten morgen war reichlich und gut, draußen roch es schon nach Benzin: Die ersten Bastelarbeiten an den Ixen hatte begonnen. Da wurden Vergaser gereinigt und synchronisiert, Zündboxen getestet, YICS - Boxen getestet und überbrückt, und um jede Baustelle versammelten sich interessierte Zuschauer. Ich nutzte die letzten Minuten vor der Abfahrt noch für eine kleine Entspannungspause. Seltsamerweise konnten sich die anderen XZler darüber amüsieren, dass ich diese Pause natürlich liegend auf meiner XZ machen musste. Bequemer geht’s kaum, so hab ich schon Stunden geschlafen.

Um 11 Uhr wurde dann das Werkzeug zusammengepackt und die geplante Rundfahrt in Richtung Maasholm ging los.
Damit alle Maschinen in einem Rutsch über die Kreuzungen kommen, hatte ich mich wie üblich Quer auf die Kreuzung gestellt, um die Fahrzeuge, die von der Seite kamen, zum Anhalten und zur Vorsicht zu bewegen. Das hat auch immer schön geklappt. Bis auf einen Busfahrer (!), der hat nur wild gestikuliert, den Vogel gezeigt, ist haarscharf an mir vorbeigeknattert und wäre beinahe noch in den hinteren Teil unserer XZ - Schlange gekachelt. Von jemandem, der beruflich fährt, hätte ich viel mehr Professionalität erwartet.
In Maasholm haben wir einen Seenot-Rettungskreuzer besichtigt und sind dort auf dem gerade stattfindenden Hafenfest gewesen. Der Hafen war sehr offen, man konnte fast überall Hinter die Kulissen blicken. Das war natürlich gerade für die XZler aus dem Süden was besonderes.
Für die Rückfahrt hatten wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt: Einmal die „Heizfüße“, die es gerne etwas flotter hätten und bei Trennung von der Gruppe auch alleine zurückfinden, und als zweite Gruppe alle, die es wieder ruhig angehen lassen wollten.

Nachdem wir Tydal wieder erreicht hatten, wurde natürlich erst mal wieder geschraubt. Es gab zwar einige Fahrer, die ihre Ixe einfach abgestellt haben ohne daran zu schrauben, aber das war eher die Ausnahme. Vor dem Grillen wurden von der Jury noch einige Maschinen und ihre Fahrer mit Urkunden bedacht:

Die weiteste Anreise hatte Konrad mit 790 km aus Pforzheim

Die Originalste XZ gehörte Eva aus Dänemark
Die schönste XZ war die schwarze XZ550 S von Kurt
Die ungepflegteste XZ war die von Volkmar</font>
Die lauteste XZ hatte Holger (Sammler bei der Anfahrt gerissen)
Die originellste XZ war der gelbe Renner von Stefan

Eine ganz besondere „Urkunde“ wurde Hugo mit seiner Frau Thea zuteil: Sie feierten ihren 40. Hochzeitstag! Auch ein Zeichen für Durchhaltevermögen.
Beim anschließenden Grillen wurde darüber gesprochen, welche Orte für das nächste Treffen in Frage kommen. Als Ausgleich an unser Nordlichtertreffen dieses Jahr könnte man im nächsten Jahr in den Süden gehen, z.B. irgendwo in der Nähe von Stuttgart. Oder wir suchen etwas Zentrales, z.B. bei uns hier in Osnabrück und Umgebung (Teutoburger Wald, Wiehengebirge).
Interessant war der Wechsel der Einstellung bei den XZlern in den letzten 2 Jahren zu beobachten: Waren beim 1. Treffen noch alle froh, überhaupt angekommen zu sein, wurden diesmal schon Pläne für eine Deutschland-Rundreise oder einen Trip zum Gardasee erwogen. So ändern sich die Zeiten.
Sicher ist im Moment nur, dass das Treffen nächstes Jahr wieder stattfinden wird, denn darauf möchte inzwischen fast kein XZler mehr verzichten.
Auch der Sonntag morgen gehörte wieder dem Knarrenkasten: Komplett zerlegte und über Nacht im Ultraschallbad gereinigte Vergaser wurde wieder zusammengebaut, letzte Vorbereitungen für die Rückfahrt nach hause getroffen.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Wie in den letzten Jahren ist mir auch dieses Mal wieder die außergewöhnliche Harmonie und Ruhe unter den Teilnehmern aufgefallen. Kein Wichtigtuer, keine Aggressivität, keine Überzogenen Trinkereien oder sonstige Übertreibungen. Alle kommen gut miteinander klar. Viele hatten beim Abschied die Tränen in den Augen, und es werden schon Zwischentreffen angedacht, um die Durststrecke bis zum nächsten Jahr zu überbrücken.

An mir soll’s nicht scheitern...

TeeJay
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